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    Wenn Ihr auch Eure Hunde hier vorstellen wollt, mit einer Geschichte und Bildern dazu, dann mailt uns! Email an Ellen und Norbert


erstellt von: vwijes@med-rz.uni-sb.de  

Ein Dankeschön an Mecki für Ihren Beitrag

mecki's Hundegeschichte   Laika mit 12 Wochen

Hunde, was wußte ich schon über Hunde...

Als kleines Kind hatte ich schon für Hunde geschwärmt und jeden zum Entsetzen meiner Eltern gestreichelt. Obwohl meine Eltern sehr tierlieb waren und ich vom Hamster, Wellensittich, Hase, Schildkröte bis hin zur Katze alles hatte, einen Hund bekam ich nie...

Jahre später, ich war zwischenzeitlich berufstätig und hatte eine eigene Wohnung, ergab sich nie die Möglichkeit, einen Hund zu halten. Zumal ich schon damals nicht wollte, daß mein Hund zu Hause alleine auf mich warten mußte, bis ich von der Arbeit kam. Also wieder kein Hund...

Statt dessen gab's ein eigenes Pferd. Auch ein lang ersehnter Traum, der mit eigenem verdientem Geld in Erfüllung ging. Damals hieß es wegen dem Pferd bzw. eher wegen dessen Unterhaltung viele Abstriche machen. Nie wieder groß in Urlaub fahren, kein tolles Auto, keine große Wohnung, keine teuren Klamotten und noch einiges mehr. Das ich mal so sehr einen Hund wollte habe ich in dieser Zeit

vergessen... Laika auf dem Sofa

6 Jahre später lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Er war von Beruf Pferdewirt in der Zucht und Haltung und mochte ebenfalls Hunde. Unser Plan war, einen Australien Shephard zu erwerben, wenn wir eine entsprechende Wohnung fanden. Er konnte den Hund mit in den Reitstall nehmen, wo er arbeitete. Nun war die Möglichkeit der Hundehaltung gegeben...

Der Hund, ein Rüde sollte es sein - nie wollte ich eine Hündin - war schon beim Züchter "bestellt", als die Stallhunde im Reitstall unerwartet einen Wurf junger Hunde zeugten und einer kam ausgerechnet an Silvester nach Vermittlung wieder zurück. Ein kleiner schwarzweiß gescheckter Rüde, dessen Mutter ein Rauhaardackel-Mix und Vater ein Jack-Russel-Terrier-Mix war. Wer will schon an Silvester kurz entschlossen einen Hund haben, der zurückgebracht worden war, weil er angeblich nicht stubenrein werden wollte, die Teppiche anfraß und auch so ziemlich alles andere. Kurzum, niemand wollte ihn haben und so kam es wohl, wie es kommen sollte, nach Rücksprache mit meinen Mann, nahm ich ihn mit nach Hause und wir tauften ihn auf den Namen "Gizmo". Jetzt hatte ich endlich einen Hund.....

Der Australien Shephard-Welpe wurde einfach "abbestellt". Zwei Hunde trauten wir uns nicht zu. Die Erziehung von Gizmo war einfach chaotisch, trotzdem wurde er stubenrein und fraß auch keine Teppiche und andere Dinge mehr an. Er hatte ein richtig tolles Hundeleben im Reitstall, doch leider nur sehr kurz. Als er eines Tages einer Maus nachjagte, wurde er dabei vom Traktor überfahren. Gizmo hatte sich das Genick gebrochen und war sofort tot...

Die Zeit heilt alle Wunden, obwohl ich es damals nicht glauben wollte. Einen Australien Shepard wollten wir jetzt auch nicht mehr, sondern einen Hund aus dem Tierheim, am liebsten so einer wie Gizmo...

Mein Mann hatte sie zuerst entdeckt. Eine einjährige Husky-Hütehund-Mischlingshündin. Die wollten wir unbedingt haben. Zu unserem Erstaunen, lehnte die Tierheimverwaltung unseren Wunsch mit der Begründung ab: Die Hündin müßte in eine Wohnungshaltung und einen "Kettenhund" für in den Reitstall bekämen wir hier sowieso nicht. Trotz der Beteuerung, daß wir doch keinen Hofhund für den Reitstall, sondern einen Hund für uns suchten und der Frage, wieso ausgerechnet diese Hündin in eine Wohnungshaltung sollte, kam keine vernünftige Diskussion mit der Tierheimverwaltung zustande und wir gingen, ohne Hund...

Die blau blitzenden Augen der Hündin gingen uns nicht mehr aus dem Kopf und wir suchten tagelang alle Tierheime im Umkreis von 50km ab. Keiner der Hunde gefiel uns mehr. Die Faszination "Husky" hatte uns gepackt...

Beim Durchstöbern von entsprechenden Zeitungen fiel uns die Anzeige mit dem Wortlaut: zierlicher Husky-Welpe, nicht für den Schlittenhundesport geeignet... auf. Wir telefonierten und der Züchter erzähIte etwas von einer viel zu klein geratenen Hündin, die mit ihrer Schwester noch "übrig" war. Wir fuhren an einem verschneiten Wochenende 80km weit, um sie uns anzusehen....

Zum ersten Mal sah ich Siberian Husky's in Natura. Sie "bewohnten" einen großen Garten rund um's Haus des Züchters und bildeten ein großes Rudel. Die Husky's, die der Züchter nicht mehr für den Schlittensport einsetzte, wohnten im Haus. Man sah direkt, wieviel Liebe und Zuneigung die Hunde ihrem "Herrn" entgegenbrachten als er mit uns den Garten betrat. Ich selbst hatte anfangs ziemlich großen Respekt vor den Hunden, die mich mit Ihren farbigen Augen seltsam und aufmerksam betrachteten....

Und da war sie auf einmal. Ein kleines Pelzknäul, das mich mit ihren blauen Augen anblickte, auf eine seltsame Art lächelte und losflitzte, um ihrer Mutter ins Ohr zu kneifen, als wollte sie sagen: Mama, schau mal, die kommen, um mich zu holen...

Laika im Kornfeld

Mein Mann und ich waren uns schon vor der Hinfahrt einig, erst mal schauen und noch mal eine Nacht über die Entscheidung schlafen. Schlafen konnte in dieser Nacht keiner von uns beiden. Am späten Nachmittag fuhren wir los um "Laika", so tauften wir sie in der Nacht, nach Hause zu holen...

Mittlerweile ist Laika 19 Monate alt und seit sie da ist, ist alles anders. Natürlich gibt es Tage, an denen wir unsere Entscheidung zum Husky bereuen, aber die sind sehr selten. Nachdem vor 6 Monaten noch Janosch, unser zu groß geratener Border-Mix-Rüde hinzukam, ist das Chaos in unserem Hause perfekt, aber das ist eine andere Geschichte....

3. August 1997 mecki


erstellt von:  Ilse@sector27.de Ilselore´s Schlittenhundeseite

Ein Dankeschön an Ilse für Ihren Beitrag

 

Der nordische Hund zeigt dem Menschen gegenüber eine auffallende Freundlichkeit. Er ist seinem Besitzer nicht in abgöttischer Liebe ergeben. Er akzeptiert ihn jedoch als Rudelführer. Er ist nicht unser Untertan und ist sicher schwerer zu führen als andere Hunde. Einer Erziehung ist der Nordische aber zugänglich, was ein Leben miteinander erfreulich und erträglich machen kann. Da er oft versucht, seinen Kopf durchzusetzen, ist ein hohes Maß an Geduld und Ausdauer Voraussetzung. Er liebt die Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Kommt er mal von der Leine, und hat freie Bahn, wird sein ausgeprägtes Erkundungsbedürfnis,sprich: Neugierde und sein stetiger Bewegungsdrang sofort ausgenutzt.

Für alle Rassen der Nordischen Hunde gilt:

An einer artgerechten Beschäftigung kommt man nicht vorbei. Seine psychische und physische Entfaltung darf nicht verhindert werden.

In den Sommermonaten kann der Nordische auf Wanderungen, mit einer Packtasche ausgerüstet, ein angenehmer Begleiter sein.

Im Herbst und im Winter werden organisierte Rennen angeboten.

Schwieriger ist die Haltung eines nordischen Jagdhundes. Vom Gesetzgeber her wird eine jagdliche Betätigung mit diesen Hunden Einhalt geboten.

Nordische Hunde sind bereits erfolgreich als Lawinen- Blinden- und Rauschgiftspürhunde eingestzt worden.

Um jedoch sein reichhaltiges Betätigungsfeld nicht zu beschneiden, sollte man sich vor dem Erwerb eines Schlittenhundes über seine eigenen Interessen und Möglichkeiten Gedanken machen.

Literaturhinweise:

A. u. A. Philipp

Schlittenhunde, Haltung, Zucht, Training, Rennen

Marion Hildebrand Verlag

Doris Baumann

Nordische Hunde

Ulmer Verlag

Thomas Althaus

Unsere Nordischen Hunderassen in Wort und Bild; Herausgegeben vom Schweizer Klub für nordische Hunde


 

erstellt von:ohadeler@aol.com Ein Dankeschön an Olaf für seinen Beitrag ! Hundekauf in Spanien

An dieser Stelle soll kurz über das äußerst eigenartige Verhalten einiger Spanier berichtet werden, die mit Tieren handeln.

Unsere beiden Hunde haben wir im Frühjahr 1993 in Sevilla in einem Supermarkt, bzw. auf einem Flohmarkt gekauft.

Betis ( benannt nach der Erstligamannschaft aus Sevilla) ist der kleine Mischling und wurde im Alter von ca. 4 Wochen auf dem Flohmarkt gekauft. Er lag dort angebunden an einem Tisch mitten in der knallenden Sonne und wurde ab und zu losgebunden, um in die Arme von irgendwelchen Touristen gelegt zu werden.

Meine Freundin war dann eine dieser Touristen und konnte dann nicht anders, als ihn für den Preis von 120 DM mitzunehmen.

Im Laufe unseres Aufenthaltes in Sevilla konnten wir allerdings andere noch weitaus schlimmere Vorgehensweisen dieser Händler beobachten.

So wurden die Hunde um die Osterzeit beispielsweise mit gelber Farbe angesprüht, Küken wurden zunächst meist mehrstöckig in irgendwelchen Käfigen aufbewahrt, bevor sie dann zum Verkauf in Tüten gesteckt wurden, die dann einfach zugebunden wurden.

Anscheinend sind diese Vorgänge ganz normal, denn wir konnten diese Vorgehensweisen des öfteren beobachten, wobei sich keiner daran zu stören schien.

Sherry ( benannt nach dem Sherry aus Jerez ) kommt aus einem Kaufhaus. Er lag dort in der Zooabteilung mit zwei Geschwistern in einer äußerst kleinen Glasvitrine, die lediglich mit Zeitung ausgelegt war.

Beide Hunde bekamen dann noch in Spanien ihre Impfungen und leben heute bei uns in Osnabrück.

Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere verstehen sich Betis und Sherry äußerst gut.

Betis hat den ganzen Tag Blödsinn im Kopf und hat Sherry, trotz seiner Größe voll im Griff.

Für Sherry wäre im nachhinein der Name „ Goofy „ angebrachter gewesen, da er äußerst hyperaktiv und anhänglich ist. Dies Verbindung führt dann dazu, daß er sich meist recht dusselig verhält.

 


erstellt von:   Sabine Kisten Sabine´s Schlittenhundepage

Ein Dankeschön an Sabine für Ihren Beitrag

  Die Geschichte meiner Hunde oder "Wie alles Begann"

    • Gipsy 4 Mon.

Alles begann im April 1995, mit meinem Geburtstag. Ich bekam ein kleines, schwarzes etwas geschenkt. Es stellte sich heraus das es sich um eine knapp 12 Wochen alte Hündin handelte. Sie war ein Mix zwischen Husky und Labrador, hatte Augen wie ein Reh und viel zu große, etwas schlappige, Ohren. Ich taufte sie auf den Namen Pepsi. Es folgte eine kurze aber wundervolle Zeit bis sie schwer krank wurde. Im Alter von 4 Monaten verstarb sie in meinen Armen an der fürchterlichen Hundekrankheit Staupe. > Wer Fragen zur Staupe hat, kann es jederzeit per E-Mail tun, ich habe alle Phasen dieser Krankheit erlebt bzw. sehen müssen ! <

Die Trauer um Pepsi war so übermächtig groß, das ich weder essen noch schlafen konnte. Sie fehlte mir überall in meinem Tagesablauf. Niemand war mehr da der mir auf Schritt und Tritt folgte, der mich so begrüßte wie sie es getan hatte.

So kam es wie es wohl kommen mußte, ich fuhr einige Tage später in ein Tierheim. Was man dort sehen muß, ist und war erschütternd. So viele liebe Tiere ohne ein Zuhause, am liebsten hätte ich alle mit zu mir genommen. Ein Hund viel mir sofort auf, sie war sehr ruhig, jaulte nicht sondern sah mich nur durch die Gitterstäbe mit diesem flehenden Blick an. Sie hatte viel zu große Ohren, gehörte anscheinend zu einer kleineren Rasse und hatte ebenfalls diese Rehaugen. Ich schaute auf die Beschreibungskarte des Tierheims, dort stand nicht sehr viel nur das sie vermutlich ein Schäferhund -Terrier - Mix ist, ca. April 1995 geboren wurde und Anna hieß. Ich ließ mir Anna zum Spaziergang von einem der Tierpfleger herausgeben und kaufte sie. Ich hatte mir erst einmal 14 Tage Urlaub geben lassen, schließlich sollte sie sich eingewöhnen in ihr neues Zuhause. Dann wurde der Name geändert da sie auf Anna nicht reagierte. Ich ging alle möglichen Namen durch und schaute auf ihr großen Ohren, bei Sherry reagierte sie dann ziemlich eindeutig. So taufte ich sie auf den Namen Sherry. Mit dem was dann kam hatte ich nicht gerechnet. Als ich nach einigen Tagen von der Arbeit nach Haus kam, sah es aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Abgeknabberte Bücher, Zeitungen, Blumen und sogar aus den Wänden war der Putz herausgeratzt. Ein absoluter Alptraum. Zum damaligen Zeitpunkt arbeitete ich 4 -5 Stunden am Tag also war sie nicht sehr lange allein. Einige Tage versuchte ich es noch als sie mir dann jedoch noch meine teuren JVC-Boxen zerfraß (das innere lag alles auf dem Boden verstreut), stand ich kurz davor sie wieder abzugeben. Vorher versuchte ich aber noch einen anderen Weg einzuschlagen, ich fragte kurzerhand meinen Chef ob die Möglichkeit besteht Sherry mit zur Arbeit zu nehmen. Er sagte ja und somit war dieses Problem erst einmal aus der Welt. Ich arbeite in einer Heizungsfirma, unsere Monteure tragen blaue Arbeitsanzüge auf die Sherry sehr gereizt mit knurren und bellen reagierte, sie sogar zum Teil versuchte anzugreifen, so entstand das nächste Problem. Ich mußte sie dann schließlich neben meinem Arbeitsplatz anbinden. Mir war klar das es keine Dauerlösung sein konnte, aber was zur Hölle sollte ich tun ? Es kam der Tag, da erschien ein Mitarbeiter des Tierheims bei mir, um zu sehen ob Sherry gut behandelt wurde. Ich erzählte ihm von meinen Problemen mit ihr und auch das ich vermutete, daß sie mißhandelt wurde (sie reagiert auch auf Zeitungen, betrunkene und wenn man ihr sagt hau ab). Er hatte nur eine Empfehlung, ich sollte mir einen 2. Hund zulegen. Damals hatte ich jedoch nur eine 2-Zimmer Wohnung. Zwar besaß ich auch ein Kleingarten, jedoch wären beide Hunde die Hälfte des Tages in dieser kleinen Wohnung, sollte ich das tun ? Der Tierheiminspektor sagte damals nur, das es nicht unbedingt auf die Wohnungsgröße sonder einzig und allein auf den Auslauf ankommen würde, wenn der gut ist, kann man 2 Hunde auch in einer 1-Zimmer Wohnung halten.

Mein Traumhund war schon so lange wie ich denken kann ein Husky. Also begann ich mich über die Haltung und Besonderheiten dieser Rasse richtig zu informieren. Alles was ich aus Büchern erfuhr war sehr nieder- schmetternd, dort stand sie vertragen sich nicht mit Katzen (ich hatte 3 Stück davon), können nicht von der Leine gelassen werden, sind wenn überhaupt nur sehr schwer zu erziehen, können das Haus mit dem Wolfs- gesang in Unruhe versetzen, sind keine Stuben- und Stadthunde, sollen nur in Rudeln gehalten werden usw.. Die Liste war unendlich lang. Also war der Traum erst mal ausgeträumt und ich war völlig abgeschreckt.

 Sherry

Der Winter zog ins Land und ich erfuhr von meiner Arbeitskollegin das im Raum Brandenburg ein Wagenrennen für Schlittenhunde stattfinden sollte. Sofort begann ich zu forschen wo und wann dieses Ereignis sein soll. Ich fand es schließlich heraus und fuhr zum 1. Mal zu einem Rennen (sonst habe ich es nur im TV gesehen) hin. Was dann geschah war sehr einschneidend.

Ich kam dort an und hörte bereits auf dem abgelegenen Parkplatz das Geheul von Hunden, ich bekam eine Gänsehaut vom Allerfeinsten und konnte die Autotür nicht schnell genug abschließen um dort hin zu gelangen.

Hinweisschilder waren nicht notwendig, man brauchte nur dem Heulen folgen. Zuerst entdeckte ich einige Marktstände und dann saß da der erste Husky. Ich freute mich derartig über diesen Anblick das mir vor lauter Aufregung wie bei einem kleinen Mädchen die Tränen in die Augen schossen. Es war unbeschreiblich. Ich berührte diesen Hund aber nicht, da der Besitzer nicht zu sehen war und lief weiter zum Platz. Dort saßen dann in einzelnen Rudeln ca. 60 Husky's, Malamuten und auch Samojeden. Was für ein Anblick !! Ich durfte jeden dieser Hunde ausgiebig streicheln, mit ihnen Kuscheln und erfuhr über jedes Tier den Namen usw., es war als wäre ein Traum in Erfüllung gegangen, endlich konnte ich den Tieren soooooo nahe sein. Ich wollte dieser Tag würde nie zu ende gehen. Natürlich sprach ich auch bei den Mushern meinen Wunsch nach einen eigenen Husky an. Fast jeder sagte mir ich solle meine Bedenken in den Wind schreiben. Ich habe alles was so ein Hund braucht, die Liebe und Leidenschaft für die Tiere, einen weiteren Hund und die Zeit für den Auslauf. Hunde sind Höhlentiere, sie können also auf kleinstem Raum leben, immer vorausgesetzt sie erhalten genügend Auslauf. Das einzige was nicht dementiert wurde war der Leinenzwang und das sie Katzen zum Fressen gerne haben. Das Restrisiko müßte ich wohl eingehen.

Also Begann ich nach einem Husky zu suchen. Ich schaute regelmäßig in Zeitungen, kam aber dummerweise nicht auf die Idee mal beim Zuchtverband für Schlittenhunde anzufragen wo und ob es z.Zt. Welpen gibt.

Nach einiger Zeit fand ich eine Verkaufsanzeige eines Züchters. Die Elterntiere waren mit Preisen gekrönt, die Welpen entwurmt und hatten VDH-Papiere. Was ich dort sehen mußte hatte mir dann ganz und gar nicht gefallen, 3 Welpen waren in einem ca. 5 qm großem WC eingesperrt, alle Tiere waren zwar sehr hübsch (eines der Welpen war schneeweiß mit blauen Augen) aber auch viel zu ängstlich. Auf dem kalten Fliesenboden lag gerade mal etwas Zeitungspapier das schon gut vom Urin der Welpen durchgeweicht war. Eine Wiese hatten die Welpen bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen. Der Vater der Welpen war angeblich in einem Zwinger außerhalb Berlins untergebracht, man zeigte mir lediglich Fotos des Tieres. Die Mutter war getrennt von ihrem Welpen im Wohnzimmer untergebracht. Von der Haltung und den Eigenarten eines Husky's verstanden die Halter fast gar nichts. Ich hatte das Gefühl, das sie nur des Geldes wegen züchten und sich lediglich mit der Schönheit dieser Tiere auf Ausstellungen schmücken. So etwas wollte ich nicht unterstützen und so fuhr ich ziemlich betrübt nach Hause.

Es ging schon bald auf den Sommer zu als ich ein einer großen Sonntagszeitung folgende Anzeige las: Sibirian-Huskywelpen (weiblich); winterhart, sommergeeignet, schmusefest, familiengetestet, kindergeliebt, designpreisverdächtig, fahrradfreudig, wohnzimmerfähig, Hamburg Tel. ............... (Originaltext)

Nach einem Anruf in Hamburg erfuhr ich dann, das sie die Anzeige auch in Berlin aufgegeben hatten weil einer der Welpen an einer Bekannten im Umland verkauft werden sollte und sie somit hier in der Gegend sein würden. Die Welpen stammten aus einer Hobbyzucht, hatten keine Papiere, waren entwurmt, hatten ihre ersten Impfungen und waren 12 Wochen alt. Wir verabredeten uns in meinem Garten zum nächsten Sonnabend. Die nächsten 6 Tage wollten einfach nicht vergehen, jeder Tag zog sich länger und länger hin. Als der Sonnabend dann kam wurde ich von Bedenken gepackt, was ist wenn ich 2 Problemhunde habe, was ist wenn sich der 2. Hund mit Sherry oder den Katzen nicht verträgt usw.. Eh ich mich versah, hupte es von der Straße her, sie waren da. Ich lief zu dem großen Wohnmobil und mir kamen 4 Welpen, die Mutter und Herrchen und Frauchen der Tiere entgegen. Meine Sherry war nun ganz und gar nicht begeistert das so viele Hunde in ihrem Garten waren und knurrte und fletschte die Zähne ganz fürchterlich. Damit meinte sie aber vor allem das Muttertier und nicht die Welpen. Die Husky's nahmen erst einmal den ganzen Garten auseinander, rannten durch meine Blumenbeete, buddelten Löcher und schmissen Blumenkübel um. Ich konnte aber dabei nur herzlich lachen, sie waren so schön und tolpatschig. Keiner der Welpen hatte Angst vor irgend etwas oder irgend jemand, das war ein gutes Zeichen für mich. Sie kamen, sahen und siegten. Ich suchte mir unter enormen Wahlschwierigkeiten dann schließlich das Pummelchen der Welpen aus. Die nächsten Tage waren die Hölle, Sherry zeigte meiner "Gipsy" bei jeder Gelegenheit die Zähne und das sie der Herr im Haus ist. Ich schloß nur die Augen und Ohren und hoffte das alles bald ein Ende hatte.

  Gipsy

Nach 3 Tagen durfte sich dann Gipsy das erste Mal bei und mit Sherry aus dem Wassernapf bedienen, es war ein Riesenfortschritt. Im laufe der Woche legten sich Sherrys Launen immer mehr und sie begann sogar Gipsy etwas zu bemuttern. Die Welt begann sich für mich mit jeden neuen Tag wieder etwas aufzuhellen.

Heute sind die beiden die besten Freundinnen, die eine kann ohne die andere nicht. Sherrys Knabbergelüste haben von Stund' an ein Ende gefunden, genauso wie es der Tierheiminspektor vorausgesagt hatte.

Gipsy versteht sich mit meinen Katzen hervorragend, sie läuft dank Sherry wunderbar ohne Leine und hört aufs Wort. Nur manchmal, da hat sie ihre Dickköpfigen Tage und will sich überhaupt nichts sagen lassen. Sind wir mal ehrlich, haben wir solche Tage nicht alle mal ?? Wenn's gefallen hat, bin ich gern bereit die Fortsetzung zu schreiben und glaubt mir, es gibt noch jede Menge zu schreiben !!


 

 

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Stand: 05. Mai 2002