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Akita Inu (Akita-Ken)
Der Akita Inu (Inu oder Ken bedeutet Hund und Akita ist der
Distrikt ganz im Norden Japans) wird in Japan als Nationalhund verehrt und als
solches untersteht er dem Schutz der Regierung. Der Akita Inu gilt in Japan als
Kulturgut und wenn es ein preisgekrönter ist, als nationaler Kunstschatz. Er
steht als ein Symbol für Gesundheit und Wohlergehen. So brachte man Kranken,
Freunden oder Bekannten kleine Akita - Tonfiguren. Wurde ein Kind geboren wurde den Eltern ebenfalls eine solche
Tonfigur übergeben (als Glücksbringer). Und auch heute gehört es noch zum
Brauch. Schon in der Bronzezeit legte man Tonfiguren, die Hunde mit Stehohren
und auf den Rücken getragenen Ringelruten darstellten, mit in die Gräber. Die
Grabbeigaben stellten den einstigen Urhund dar, aus dem sich im Laufe der Zeit
die heutigen japanischen Spitze entwickelten. Auch waren diese Hunde sehr viel
kleiner und geographisch bedingt, unterschieden sie sich etwas im Fell, Größe
und Farbe. Der Akita Hund war einst nur einer wohlhabenden Schicht der Bevölkerung
vorbehalten, die eigens für den Akita Inu Wächter (Inukai) anstellte, die sich
um die Pflege, Fütterung (sie unterlag ganz besonderen Zeremonien) und das
Wohlbefinden dieses Hundes kümmerten. Welcher Gesellschaftsschicht der Besitzer
eines Akitas angehörte, konnte man an der Art und an den Farben der Leinen
erkennen. Bei religiösen Feiern (dort wurden die Hunde neben den Altaren
aufgestellt) gab es Vorschriften von der Art der Leinen und dem Anlegen dieser,
um den Akita Inu. Üblich war dies auch bei Inspizierungen durch den Shogun oder
wenn sie in die Jagdgebiete gebracht wurden. Diese Hunde wurden mit einer
speziellen Sprache angesprochen. Erste Zeugnisse über den Typ des Akitas
stammen aus der Ära „Edo“ (Bürgerkriege, Aufstände). Die Menschen der
Bergregionen hielten sich zum Schutz Hunde. Jede Familie hatte ihren eigenen
Hund der über Generationen Stammgleich verpaart wurde. So bildeten sich in den
verschiedenen Familien unterschiedliche Akita - Typen. Der Matagi (Jagdhund) und
ein größerer Hund, der die Höfe zu bewachen hatte. 1867 - 1912 folgte die Ära
„Meiji“ und die Hundekämpfe wurden populär. Es wurden schwere Tosa Inu mit
einheimischen Hunden gekreuzt. Der uralte Akita - Typ vermochte auszusterben,
weil es in dieser Zeit kaum noch Akitas gab, unter anderem auch durch die
Einschleppung der Tollwut und die Einführung einer Hundesteuer, die zum Rückgang
der Haltung von Hunden führte. Im Jahre 1910 wurden von der Regierung die
Hundekämpfe verboten, welches jedoch in der neuen Ära „Taisko“ 1913 - 1926
wieder aufgehoben wurde. Nur in den Bergregionen fand man noch den „Matagi“
relativ rein erhalten. Mit diesen Hunden suchte man sich den Grundstock um den
alten Akita Inu wiederzubeleben. 1927 wurde die Gesellschaft zur Erhaltung des
Akitas gegründet. Von dem japanischen Erziehungsministerium wurde dann dieser
Hund 1931 zum japanischen Kulturgut erklärt. Der Export wurde verboten. Dr.
Saito und Dr. Watase gründeten 1932 eine Gesellschaft zum Schutz der
japanischen Hunderassen. Es wurden von der Regierung Preise für gute Hunde
vergeben, um die Zucht dieser Hunde voranzutreiben. Dann kam der zerstörerische
2. Weltkrieg. Wieder musste mühsam aufgebaut werden was zerstört wurde. 1948
wurde der japanische Kennelclub gegründet. Aus der Rasse entstanden vorerst
zwei unterschiedliche Linien. Der bedeutendste Züchter dieser Zeit war
Ichinoseki (kürzere und kompakte Hunde, rein weiße, rote und sesamfarbige
Hunde) und Ito (Zuchtlinie Gomo u. Dewa „Dewa-Linie“) größere Hunde leicht
gebaut meist gestromt oder schwarz mit weißen Abzeichen. Diese beiden Stämme
wurden von den Japanern gekreuzt, aber es setzte sich bei den Japanern mehr und
mehr der Ichinoseki-Hund durch. Bei den Amerikanern, die nach dem
Waffenstillstand im 2. Weltkrieg bei ihrer Heimkehr in die Staaten Akitas
mitnahmen, dominierte der Dewa-Typ, den wiederum die Japaner nun mehr und mehr
ablehnten. Vor allem weil man die Einkreuzungen deutscher Schäferhunde und die
des Mastiffs in dem Akita oftmals erkennen konnte. So sind Hunde z.B. mit
dunkler Maske, oder gescheckte Akitas in Japan verpönt. Wiederum in Amerika
beliebt. So war es unvermeidbar das die Zucht sich spaltete. Zur Erinnerung
seiner unermüdlichen Treue und Überlebensfähigkeit wurden dem Akita Inu in
Tokio aus Bronze gegossene Denkmäler errichtet. Ein Denkmal davon erinnert an
die Hunde, die bei einer abgebrochenen Südpolarexpedition einfach zurückgelassen
wurden. Die Bevölkerung damals war empört darüber. Die Expedition sollte drei
Jahre später fortgeführt werden und man fand tatsächlich am damaligen
Lagerplatz der Hunde, 12 von ehemals 20 Akitas gesund und Munter wieder. Sie überlebten
als Selbstversorger. Als Erinnerung an jene Hunde ließ Kaiser Hirohito 12 in
Bronze gegossene und in lebensgroße Akitas am Tower in Tokio errichten.
Ebenfalls in Tokio vor dem Shibuya - Bahnhof steht ein Bronzedenkmal des Akitas
Hachito, der seinem Besitzer ein Professor, bis über seinen Tot hinaus die
Treue hielt. Der noch ziemlich junge Hund begleitete wie jeden Morgen den
Professor zum Bahnhof und holte ihn von dort auch immer wieder ab. Im Mai 1925
starb der Professor an seinem Arbeitsplatz an einem Herzinfarkt. Er kehrte nie
wieder heim, doch der Hund wartete noch die ganze Nacht und lief dann noch zehn
weitere Jahre Tag für Tag zum Bahnhof um auf seinen Besitzer zu warten. Hachito
verstarb am 7. März 1935 an dem Platze, an dem er stets auf den Professor
wartete. Diesem Hund stellte man 1943 eine kleine Bronzefigur an jenem Platz
auf, die jedoch im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Eine neue Statue wurde
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