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Akita Inu
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Akita-Links

Akita Inu (Akita-Ken)

              
Foto: Adelheid Raspe (Dairyu u. Sakura) Japanimporte im DCNH e.V.

Der Akita Inu (Inu oder Ken bedeutet Hund und Akita ist der Distrikt ganz im Norden Japans) wird in Japan als Nationalhund verehrt und als solches untersteht er dem Schutz der Regierung. Der Akita Inu gilt in Japan als Kulturgut und wenn es ein preisgekrönter ist, als nationaler Kunstschatz. Er steht als ein Symbol für Gesundheit und Wohlergehen. So brachte man Kranken, Freunden oder Bekannten kleine Akita - Tonfiguren. 

Wurde ein Kind geboren wurde den Eltern ebenfalls eine solche Tonfigur übergeben (als Glücksbringer). Und auch heute gehört es noch zum Brauch. Schon in der Bronzezeit legte man Tonfiguren, die Hunde mit Stehohren und auf den Rücken getragenen Ringelruten darstellten, mit in die Gräber. Die Grabbeigaben stellten den einstigen Urhund dar, aus dem sich im Laufe der Zeit die heutigen japanischen Spitze entwickelten. Auch waren diese Hunde sehr viel kleiner und geographisch bedingt, unterschieden sie sich etwas im Fell, Größe und Farbe. Der Akita Hund war einst nur einer wohlhabenden Schicht der Bevölkerung vorbehalten, die eigens für den Akita Inu Wächter (Inukai) anstellte, die sich um die Pflege, Fütterung (sie unterlag ganz besonderen Zeremonien) und das Wohlbefinden dieses Hundes kümmerten. Welcher Gesellschaftsschicht der Besitzer eines Akitas angehörte, konnte man an der Art und an den Farben der Leinen erkennen. Bei religiösen Feiern (dort wurden die Hunde neben den Altaren aufgestellt) gab es Vorschriften von der Art der Leinen und dem Anlegen dieser, um den Akita Inu. Üblich war dies auch bei Inspizierungen durch den Shogun oder wenn sie in die Jagdgebiete gebracht wurden. Diese Hunde wurden mit einer speziellen Sprache angesprochen. Erste Zeugnisse über den Typ des Akitas stammen aus der Ära „Edo“ (Bürgerkriege, Aufstände). Die Menschen der Bergregionen hielten sich zum Schutz Hunde. Jede Familie hatte ihren eigenen Hund der über Generationen Stammgleich verpaart wurde. So bildeten sich in den verschiedenen Familien unterschiedliche Akita - Typen. Der Matagi (Jagdhund) und ein größerer Hund, der die Höfe zu bewachen hatte. 1867 - 1912 folgte die Ära „Meiji“ und die Hundekämpfe wurden populär. Es wurden schwere Tosa Inu mit einheimischen Hunden gekreuzt. Der uralte Akita - Typ vermochte auszusterben, weil es in dieser Zeit kaum noch Akitas gab, unter anderem auch durch die Einschleppung der Tollwut und die Einführung einer Hundesteuer, die zum Rückgang der Haltung von Hunden führte. Im Jahre 1910 wurden von der Regierung die Hundekämpfe verboten, welches jedoch in der neuen Ära „Taisko“ 1913 - 1926 wieder aufgehoben wurde. Nur in den Bergregionen fand man noch den „Matagi“ relativ rein erhalten. Mit diesen Hunden suchte man sich den Grundstock um den alten Akita Inu wiederzubeleben. 1927 wurde die Gesellschaft zur Erhaltung des Akitas gegründet. Von dem japanischen Erziehungsministerium wurde dann dieser Hund 1931 zum japanischen Kulturgut erklärt. Der Export wurde verboten. Dr. Saito und Dr. Watase gründeten 1932 eine Gesellschaft zum Schutz der japanischen Hunderassen. Es wurden von der Regierung Preise für gute Hunde vergeben, um die Zucht dieser Hunde voranzutreiben. Dann kam der zerstörerische 2. Weltkrieg. Wieder musste mühsam aufgebaut werden was zerstört wurde. 1948 wurde der japanische Kennelclub gegründet. Aus der Rasse entstanden vorerst zwei unterschiedliche Linien. Der bedeutendste Züchter dieser Zeit war Ichinoseki (kürzere und kompakte Hunde, rein weiße, rote und sesamfarbige Hunde) und Ito (Zuchtlinie Gomo u. Dewa „Dewa-Linie“) größere Hunde leicht gebaut meist gestromt oder schwarz mit weißen Abzeichen. Diese beiden Stämme wurden von den Japanern gekreuzt, aber es setzte sich bei den Japanern mehr und mehr der Ichinoseki-Hund durch. Bei den Amerikanern, die nach dem Waffenstillstand im 2. Weltkrieg bei ihrer Heimkehr in die Staaten Akitas mitnahmen, dominierte der Dewa-Typ, den wiederum die Japaner nun mehr und mehr ablehnten. Vor allem weil man die Einkreuzungen deutscher Schäferhunde und die des Mastiffs in dem Akita oftmals erkennen konnte. So sind Hunde z.B. mit dunkler Maske, oder gescheckte Akitas in Japan verpönt. Wiederum in Amerika beliebt. So war es unvermeidbar das die Zucht sich spaltete. Zur Erinnerung seiner unermüdlichen Treue und Überlebensfähigkeit wurden dem Akita Inu in Tokio aus Bronze gegossene Denkmäler errichtet. Ein Denkmal davon erinnert an die Hunde, die bei einer abgebrochenen Südpolarexpedition einfach zurückgelassen wurden. Die Bevölkerung damals war empört darüber. Die Expedition sollte drei Jahre später fortgeführt werden und man fand tatsächlich am damaligen Lagerplatz der Hunde, 12 von ehemals 20 Akitas gesund und Munter wieder. Sie überlebten als Selbstversorger. Als Erinnerung an jene Hunde ließ Kaiser Hirohito 12 in Bronze gegossene und in lebensgroße Akitas am Tower in Tokio errichten. Ebenfalls in Tokio vor dem Shibuya - Bahnhof steht ein Bronzedenkmal des Akitas Hachito, der seinem Besitzer ein Professor, bis über seinen Tot hinaus die Treue hielt. Der noch ziemlich junge Hund begleitete wie jeden Morgen den Professor zum Bahnhof und holte ihn von dort auch immer wieder ab. Im Mai 1925 starb der Professor an seinem Arbeitsplatz an einem Herzinfarkt. Er kehrte nie wieder heim, doch der Hund wartete noch die ganze Nacht und lief dann noch zehn weitere Jahre Tag für Tag zum Bahnhof um auf seinen Besitzer zu warten. Hachito verstarb am 7. März 1935 an dem Platze, an dem er stets auf den Professor wartete. Diesem Hund stellte man 1943 eine kleine Bronzefigur an jenem Platz auf, die jedoch im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Eine neue Statue wurde errichtet.  Diese Rasse wurde erst 1964 von der FCI anerkannt. Der Akita Inu wurde ursprünglich als Jagdhund auf Rot- und Schwarzwild, Klein- und Federwild sowie auch auf Bären eingesetzt, der lautlos seine Arbeit verrichtete. Dadurch, dass er so umfangreiche Eigenschaften besitzt, wurde er auch im Kriegsdienst eingesetzt. Er wurde bei Expeditionen als Zughund und zum Lastenzieher in Wäldern eingesetzt. Hilft bei der Polizeiarbeit und verrichtet als Rettungshund seinen Dienst. Qualitäten zum guten Wächter weißt er ebenfalls auf.

 Eigenschaften/Haltung/Beschäftigung

 Der Akita Inu wird allgemeinen als gutmütiger und ruhiger Vertreter beschrieben. Zu seinen Artgenossen allerdings pflegt er nicht immer ein gutes Verhältnis, so dass manche Begegnungen mit anderen Hunden des Besitzers Leid werden könnte, falls die Konsequenz des Besitzers fehlt. Der Akita interessiert sich für alles Neue und liebt die Abwechslung. Zuverlässigkeit wird er erst gegenüber dem Besitzer zeigen, wenn dieser sich als geeigneter Führer erweist. Dann zeigt er seine besten Eigenschaften „Treue“, Gelehrigkeit und eine stabile Bindung und vollstes Vertrauen zu seinem Besitzer. Mitunter überprüft er die Zweckmäßigkeit einer Aufgabenstellung oder eines Befehls, ob er dieses denn auch für angemessen hält. Hat er erst einmal Spaß am Lernen bekommen, kann man ihm alles Beibringen, vom Begleithund zum Rettungs- und Lawinenhund, Jagd- und Fährtenhund, Schlittenhund und im Agility, Flyball, Breitensport kann er sich ebenfalls unter Beweis stellen. Der Akita Inu ist ein mutiger Hund, der auch gerne das Grundstück seiner Familie bewacht, welches auch wegen seiner Leidenschaft „der Jagd“ gut eingezäunt sein sollte. Die Jagdleidenschaft des Akitas ist dennoch durch eine konsequente Erziehung unter Kontrolle zu bekommen. Ausgeglichen Hunde erfahren und konsequent muss der Besitzer eines Akitas ohnehin sein, denn dauerhafte Fehler in seiner Erziehung wird er für sich ausnutzen und im schlimmsten Fall kann er zu einem sehr schwierigen Hund werden. Der Akita Inu ist ein sehr robuster, kräftiger und wetterunempfindlicher Vertreter der auch als apportier- und schwimmfreudiger Hund Aufgaben im Wasser meistert.

 Erscheinung

Der Akita Inu ist ein gut proportionierter Hund von großer und kräftiger Erscheinung. Das Deckhaar ist hart und gerade, die Unterwolle weich und dicht. Am Widerrist und an der Kruppe etwas länger. Die Größe eines Rüden beträgt 67 cm, die der Hündin 61 cm. Der Kopf ist wohl proportioniert die Stirn ist breit mit ausgeprägter Stirnfurche. Die Ohren sind verhältnismäßig klein, dreieckig, dick und werden aufrecht mit Neigung nach vorne getragen. Die Augen sind klein fast dreieckig und von dunkelbrauner Farbe. Der Fang von mittlerer Länge, kräftig und verjüngt sich nach vorne ohne spitz zu werden, wobei die Lefzen straff anliegen. Der Akita besitzt ein kräftiges Scherengebiss. Der Nasenschwamm ist groß und schwarz, kann aber bei weißen Hunden auch fleischfarbend sein. Die Rute ist hoch angesetzt und wird fest eingerollt über dem Rücken getragen.

 

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Stand: 24. März 2002