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Der Laika in Schweden Elchhund oder Allround-Hund? Heutzutage wird der Laika in Schweden hauptsächlich nur als Elchhund gekauft. Aber es besteht das Risiko, dass man mit der auf Elchhunde ausgerichteten Zucht wertvolle Eigenschaften der Laika wegnimmt, meinen die, die den Laika als einen zähen und ausdauernden Allround-Hund behalten wollen. Die Anwendung der nordischen "Spitzhunde" als Allround-Hunde oder als Spezialisten für bestimmte nordische Wildarten sind ein Teil unseres jagdlichen Erbes. Während nun die größeren nordischen "Spitze" als Spezialisten für den Elch gezüchtet wurden, sind die Laiki eine jagdlich interessante Alternative geworden. Ost- und Westsibirische Laiki sind eigendlich keine fremde Rassen. Sie sind Zweige am selben Stamm wie z.B. der Jämthund, und sie sind auch sehr ähnlich. Seit Jahrhunderten wurden sie auf dieselbe Weise für die Jagd auf die nordischen Wildarten verwendet. Die Laiki jedoch in ihrem Ursprungsland mehr als unsere Rassen wegen ihrer Vielseitigkeit geschätzt. Ein stellender Allround-Hund vom nordischen "Spitzhundetyp" raubtierscharf und sowohl auf kleineres als auch auf Großwild einsetzbar, kann jagdlich wertvoll sein. Es spricht auch viel dafür, das dies ein Typ ist, der in Zukunft zunehmend begehrt sein wird. Der Laka wird heute vor allem als Elchhund eingesetzt. Verglichen mit dem norwegischen Elchhund und dem Jämthund sind die Laiki nur wenige und haben eine schmale Zuchtbasis. Trotzdem behaupten sie sich gut auf den Jagdprüfungen. Knapp die Hälfte der startenden Hunde erringt einen Preis. Unter den Ostsibirischen Laiki gibt es einige Jagdchampions. Es ist einige Jahre her, das die ersten Laiki nach Schweden kamen. In den Nordländern, in rauen, großen Landschaften und im Schnee sind die Laiki mit ihrer Spannkraft und Schnelligkeit vielen anderen Hunden überlegen. Ihre Ausdauer ist ebenfalls viel gerühmt. Das Verhalten der Laiki gegenüber dem Elch ist nicht wie das unserer Rassen. Der Laika ist schärfer und mehr in Bewegung, was nicht in allen Fällen das Beste ist, um den Elch zum Stehen zu bekommen. Er geht auch näher an den Elch heran und ist dadurch öfter durch schlechte Schüsse oder Querschläger gefährdet. Man kann sagen das der Laika kurze Suchzeiten hat und in dieser Zeit mehr Gelände absucht, als etwa ein Jämthund. Relativ enger Kontakt zu seinem Führer liegt in der Natur der Laiki und kann ein Vorteil sein. Er hängt in der Regel nicht alt zu lange "Schein-Elchen" nach und die Aufnahme der Fährte erfolgt in Hörweite. Man braucht nicht ohne den Hund nach Hause zu gehen. Die Laiki in Schweden sind heute sowohl nach Exteriör als auch jadlich sehr ungleich. Das Interesse der die Rasse wurde Anfang der 80iger Jahre angekurbelt und das Angebot an Welpen deckte bei weitem nicht die vorhandene Nachfrage. Die Folge war, dass unseriöse Züchter Welpen unklaren Ursprungs verkauften. Vor allem der Westsibirische Laika war davon betroffen, der noch heute an den Nachwirkungen leidet. Es waren wohl auch nicht die besten Hunde, die aus der Sowjetunion verkauft wurden, darüber fungierte Finnland als eine Art Sieb. Wo die besten Hunde hängen blieben. Der erste Laika wurde von Lars Svanberg in Strömsund nach Schweden importiert. Er hat immer noch Laiki als Elch und Bärenhunde. Andere Fürsprecher für den Laika sind der "Jämthundemann" Allan Westerlund aus Hotagen und Knut Eden aus Ibbo, der Besitzer des legendären Jämthundes" Vaaran Julle". Der Vorsitzende des Laikaklubs, Hakan Önneholm aus Öcerkalix, war ebenfalls bereits ein etablierter "Hundemann" mit Jagdchampions unter Grauhunden, bevor er sich Ostsibirische Laiki anschaffte. Im Elchhundeklub werden die Laiki als Elchhunde geführt, aber sie haben ebenfalls einen inoffiziellen Rasseklub, den Svenska Laikaklubben. Er strebte nach vielen Mitgliedern, um damit offizieller Rassehundeklub im Svenska Kennelklubben werden zu können. Mit eigenem Klub und eigenen Jagdprüfungen glaubt man von Seiten des Klubs, es leichter zu haben, Laikabesitzer zu Jagdprüfungen zu locken. Das so meint man, würde der Zucht und der Möglichkeit, die Allroundeigenschaften des Laika zu bewahren und zu nützen, um eher mit den Schwächen fertig zu werden, die vorhanden sind. Bei einem Jahrestreffen des Klubs beantragte Sven-Ake Rännebro aus Kituna die Schaffung einer besonderen Allroundprüfung für den Laika. Eine Prüfung, die eine Ausrichtung der Zucht sicherstellen soll, die die ursprünglichen Eigenschaften der Laiki bewahrt. Es gibt mehr Leute als Sven-Ake, die darüber beunruhigt sind, dass durch die heutige einseitige Ausrichtung der Zucht im Hinblick auf den Einsatz als Elchhund auf dauer wertvolle eigenschaften der laiki verlorengehen könnten. (Jan Domarhed) Der Nächste Bericht stammt aus: Jaktmarker o. Fiskevatten (JOF), 1/88 Übersetzt v. U. Eichholz "Kreuzung Laika-Wolf kein Fortschritt" Versuche mit der Kreuzung Wolf-Laika, die in der Sowjetunion gemacht wurden, sind nicht positiv ausgefallen; das Problem lag auf der mentalen Ebene. Bei der großen Jadhundausstellung in Moskau im Sommer 87 hatte der Mitarbeiter von JOF Gelegenheit, den Wolflaika "Bagira" näher zu studieren. Eine gut gewachsene Hündin mit guter Gemütsart, die stark an eine reinrassige Westsibirische Laika erinnerte. Eine Frage, die berechtigtes Interesse weckte, sind die in der UDSSR gemachten Versuche einer Kreuzung zwischen Wolf und Hund. Für die schwedischen Jäger haben vor allem die Kreuzungsversuche zwischen den WSL und Wolf die Blicke auf sich gezogen. Die Erwartungen waren hoch angesetzt; man erhoffte sich Eigenschaften, die einzigartig in der Hundewelt gewesen wären. Ein Teil dieser Kreuzungsprodukte hat den Weg nach Finnland und Schweden gefunden. JOF besuchte im letzten Sommer die große Moskau-Ausstellung, um nähere Informationen über den "Wolfslaika" und das russische Hundematerial allgemein zu bekommen. Nach Angaben von Personen aus der Zuchtarbeit in der Sowjetunion hinsichtlich der Wolflaika stieß man bald auf mehr Probleme als auf Fortschritte. Natürlich beruhen die Erfahrungen nur auf sehr begrenzten Material, aber gewisse Schlüsse ließen sich doch ziehen. In der ersten Generation traten oft aggressive Individuen auf. In vielen Fällen wurde der Wolfslaika (bzw. ihr Wesen) erst in der siebten Generation gefestigter, also als das Wolferbe im großen und ganzen herausgewachsen war. In einigen Fällen wurden Inzuchtkreuzungen getestet, das Ergebnis war niederschmetternd. Eine Ausnahme fanden wir jedoch auf der Ausstellung, es war die aus der vierten Generation einen reinrassigen WSL. Der einzige sichtbare Beweis dafür war, das Wolfsblut in ihren Adern floß, war der schmale gelbe Ring, der die Iris ihres Auges umgab. (Siehe Bericht des Rune Sammelson) Ch. Andre Welches ist die Wahrheit über den Wolfslaika? Übersetzt von U. Eichholz ( aus "JOF` 1/88 ) Setzt auf den Westsibirischen Laika Die Frage ist schwer zu beantworten, da die jetzt gemachten Versuche begrenzt waren. Im Moment gibt es keine unmittelbaren Ergebnisse, auf die verwiesen werden können. Nach Angaben des Versuchsleiters in Kirov hat es Probleme mit dem Wesen gegeben. Die ersten drei Generationen waren sehr schwierig und aggressiv. Dozent Erik Nyholm aus Finnland, der eine F1-Kreuzung Laika-Wolf besitzt, sagt aus, dass sie sich kaum von einem echten Wolf unterscheiden lasse. Bei dem Versuch wurden innerhalb der vierten Generation eine Inzuchtkreuzung durchgeführt; von den vier gewölften Welpen konnten sich drei entwickeln. Weitere Inzuchtversuche wurden nicht gemacht; weiterhin wurde auch kein Wolfsblut mehr eingekreutzt. Die Beurteilung des Versuchs tendiert überwiegend dahin, dass mit der Einkreuzung von Wolfsblut im aktuellen Fall keine augenscheinlichen Verbesserungen der Zucht eintraten trotzdem wurden die Nachkommen mit dem vierfachen des normalen Welpenpreises gehandelt. Es ist nun lange her, das der erste Jagdlaika nach Schweden kam. Inzwischen gibt es viele Hunde, überwiegend WSL und OSL. Die Entwicklung vollzog sich schnell und die Qualitätsanforderungen konnten nicht im gleichen Maße folgen. Die Laiki im Norden sind sowohl jagdlich als auch vom Exterieur her unausgeglichen, deshalb gibt es Anlaß, die Anforderungen zu verschärfen. Sogar in der UDSSR ist die OSL uneinheitlich. Es gibt dort klar unterscheidbare Typen, den Leningrad- und den Irkutsk Typ. Ersterer stammt vor allem aus dem Tungusengebiet und ist zierlich und hochbeinig mit einem windhundartigen Einschlag, schmalen Kopf und leichtem Körperbau. Der Irkutsk-Typ ist aus der staatlichen Zuchteinrichtung Irkutsk hervorgegangen. Dieser Typ erscheint kräftig, mit breitem Kopf und muskulösem Körper; kein Windhundeinschlag erkennbar. Die WSL ist imponierend mit guter Größe und Ausstrahlung. Dazu von außerordentlichem Jagdhundetyp kraftvoll aber trocken, straff und geschmeidig. Es wurde verschiedentlich darauf hingewiesen, dass der Laika ein "Allroundhund" ist, der die Jagd auf nahezu alles Haar- und Federwild des nördlichen Nadelwaldgürtels beherrscht. Das Hauptwild bilden die kleinen Pelztiere mit dem Eichhorn an der Spitze. Die Russen meinen, dass Hunde, die ohne Dressur nur Interesse für eine Tierart zeigen, nicht das Jagdinteresse bzw. die Jagdpassion haben, die zu fordern ist. Die Laiki sollen gehorsame Hunde mit guter Dressierbarkeit ein. Es muss deshalb kein Zweifel daran herrschen, dass die nordischen "Spitzhunde" mit solchen Eigenschaften leicht zu Spezialisten zu machen sind. Der Finnenspitz ist ein gutes Beispiel hierfür. Es wird allgemein angenommen, dass er nur Anlagen für die Jagd auf Federwild habe; Tatsache ist jedoch, dass die besten Individuen uneingejagd "Allroundhunde" gewesen sind, aber sehr dressierbare. Im Alter von zwei bis drei Jahren waren sie dann ausgeprägte Spezialisten auf ein oder zwei Wildarten. Genau diese Möglichkeit gibt es auch bei den guten Laiki. Da es wahrscheinlich ist, dass wir in überschaubarer Zukunft noch von Importen abhängig sein werden, spricht alles dafür, dass wir dieselbe Ausrichtung im Zuchtprogramm haben sollten. Deshalb sollten wir auf gehorsame nicht aggressive, leicht dressierbare Hunde setzen." Die besten Hunde": Die russischen Laika-Vertreter haben ihren Willen zum Audruck gebracht, mitzuhelfen dass gut Hunde nach Schweden exportiert werden. Der Leiter des Laikaklubs in Schweden, Herr Allan Westerlund, kann in dieser Angelegenheit gute Ratschläge geben. Betreffend der WSL soll versucht werden, aus dem Sverdlovsk-Gebiet (Ural) Hunde einzuführen; laut sowjetischer Presse soll es dort die besten Hunde geben. Wenn es nun um die OSL geht, ist es unbedingt erforderlich, die Hunde zu bekommen, die ins offizielle Rasseregister der Sowjetunion aufgenommen sind. Sie sollten vom richtigen Typ sein, das heißt kräftig, muskulös, mit kräftigem Kopf. Ansonsten riskiert der Zweig des OSL völlig außerhalb der offiziellen russischen Rasse zu geraten. " Spezialisierung wider Elchhund". Jagdlich ist der REL (Russ.-Europ. Laika) ein Allroundhund, während der Karelier jahrzehntelang der Spezialisierung als Elchhund ausgesetzt war. Nachdem der REL die gleichen Zuchtziele wie der WSL erhielt, sind die jagdlichen Unterschiede zwischen diesen Rassen gering. Mit Rücksicht darauf, dass die REL in allen wesendlichen Punkten dem Karelier entsprechen und das der Status des OSL stark in Frage gestellt ist, gibt es Anlaß für uns in Schweden auf den WSL als eine vollwertige Alternative zu unseren eigenen Jagdspitzen zu sehen und zu setzen. Nicht zu leugnen ist der gewisse Reiz, mit ein- und demselben Hund verschiedenen >Wildarten bejagen zu können. Darüer hinaus ist er dafür bekannt, ein guter Seevögelapporteur zu sein. Rune B. Sammelsson |
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