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Elch-Links
Rassebericht

Schwarzer Norwegischer Elchhund

 Erstmals als Jagdhund  wurde diese Rasse Anfang des 16. Jahrhunderts erwähnt Die ersten Berichte stammen aus dem Jahr 1797. Und ein englischer Jäger erwähnte, daß drei schwarze Hunde, mit denen er jagte sich, bei der Bärenjagd bewährten. So schnappten sie unangeleint  nach den Hinterbeinen eines Bären und lenkten ihn dadurch ab. Obwohl die Rasse seit 1877 anerkannt ist, war sie lange Jahre hindurch in seinem Heimatland eine wirkliche Rarität und fast vom Aussterben bedroht. Der schwarze Elchhund war gewöhnlich in den mehr zurückliegenden norwegischen und schwedischen Grenzgebieten, am Fluß Glomma und in Süd- und Nord Trondelag (Trontheim) zu finden. Dort wurde er zur Elch- und Bärenjagd eingesetzt. Das Schicksal des schwarzen Elchhundes änderte sich erst nach 1960. Zu dieser Zeit waren nur noch 19 Hunde registriert. 1970 bereits 39 und 1990 waren es schon 168 schwarze Elchhunde. Er erfreut sich in seiner Heimat wieder größerer Beliebtheit. So sind es die Jäger, die die wirklichen Qualitäten des schwarzen Elchhundes als Bandhund zu schätzen wissen. Bärenhund oder auch "Alter Osterdal-Hund" wurde er früher genannt. Außerhalb Skandinaviens ist er eine echte Seltenheit. Besonders bei der Elchjagd hat dieser Hund sich gerade in den gebirgigen Landesteilen bewährt. Der schwarze Elchhund wurde durch Jahrhunderte befähigt, sich seiner natürlichen Umgebung anzupassen und sich dem gnadenlosen Gesetz des "Überleben des Stärkeren" beugen zu müssen. Er ist ein gesunder und leistungsfähiger Hund.

Einsatzbereich

Der schwarze Elchhund wird als Bandhund eingesetzt. Die Aufgabe des Hundes besteht darin, den Jäger jederzeit über die Position des Elches zu informieren und ihn an diesen heranzuführen. Ein größerer Hund ist für diese Art der Jagd nicht notwendig. Der Vorteil eines Bandhundes liegt darin, daß er den erfahrenen und kooperativen Jäger leise und effektiv von einem Elch zum anderen führt, meistens ohne diese zu stören. Er gibt dem Jäger die Möglichkeit den Elch auszuwählen, der noch geschossenen werden kann. In unseren Revieren kann er zur Nachsuche nach dem Schuß verwendet werden. Wobei hier bereits mehrere Hunde mit gutem Erfolg im jagdlichen Einsatz sind. Die in Skandinavien übliche Prüfung kann bei uns auch auf der Hirschfährte vorgenommen werden. 

Größe, Körperbau

Der schwarze  Elchhund hat eine Widerristhöhe von 47 cm bei Rüden und 44 cm bei den Hündinnen. Straff aufgerichtet sind seine spitzen Ohren bei Aufmerksamkeit. Sein Körperbau ist quadratisch und kompakt. Er hat einen tiefen breiten Brustkorb. Die Rute trägt er geringelt über den Rücken.

Fell

Sein Fell hat dichte und weiche Unterwolle. Die Deckhaare liegen eng am Körper an. Es glänzt tief schwarz, wobei etwas weiß an den Pfoten und Vorderläufen erlaubt ist.

Charakter/Temperament

Die schwarzen norwegischen Elchhunde sind passionierte Jäger, die ihren Mut beim Jagen, Stellen und Halten des Wildes unter Beweis stellen. Sie sind äußerst zäh, ausdauernd und unempfindlich gegen Witterungseinflüsse. Trotz ihrer Eigenwilligkeit ist ihre Menschenfreundlichkeit, besonders gegenüber der Familie faszinierend. Diese Hunde brauchen eine konsequente Erziehung. Aber dennoch sollen Lob und Tadel bei der Ausbildung wohl dosiert sein, denn es sind auch sensible Hunde. Zu Kindern und Artgenossen sind sie freundlich. Es sind vorzügliche und vielseitige Jagdhunde, die unbedingt Platz und ausreichend beschäftigt werden wollen.

 

 

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Stand: 02. November 2000