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Die Laika-Rassen! Die Heimat, einem riesigen Gebiet, das sich von der Halbinsel Kamtschatka im Osten Sibiriens bis zu der finnisch-russischen Grenze im Western erstreckt, wurden und werden die Laiki kaum stammbuchmäßig gezüchtet, ausschlaggebend ist hier der Gebrauchswert. Geografisch bedingt konnte es aber dennoch zu mehr und weniger gut voneinander abrenzbaren Schlägen kommen. Der Name Laika, Mehrzahl Laiki stammt vom russischen "lajatj" ab, zu Deutsch "bellen". Ein Laika ist also wörtlich genommen, ein Beller, ein Hund der das Wild zwar stumm jagd, dann aber das gestellte Wild verbellt. Alle Laiki sind Nordlandhunde. Jedoch ist es nicht möglich alle Laiki-Rassen nach ihrem Gebrauszweck zu ordnen. Es sind eine ganze Anzahl: Kostrom-laika, Hund der Mandschu, Kalmückenhund, Tscheremissen-Bärenlaika, Olonetzkischer- Laika, Laika der Timanschen Tundra,Karelenlaika, Kosakenlaika, Syränenlaika,Wogulenlaika
Unter dem Laika versteht der Russe grob erst einmal stockhaarige Spitzhunde, die zum Aufspüren und Verbellen des Feder- und Haarwildes dienen und sich in der äußeren Erscheinung , bis auf die gerollte Rute und die abweichende Behaarung, bereits der wolfsähnlichen Form der hoch nordischen Hunde nähern. Es wird ein Hund erwähnt, der 1888 auf der Moskauer Ausstellung erschien. Der Hund hatte eine Schulterhöhe von 53 cm und hatte, abgesehen von der aufwärts gekrümmten Rute, viel Ähnlichkeit mit einem kleinen Wolf. Eigentliche Rassen unterschied Beckmann (Beckmann´s große Werk (1895)) nicht, er sagt lediglich, dass es mehrere Stämme gebe und es zu bedauern sei, dass sich noch niemand die Mühe gemacht habe, die einzelnen Abarten näher zu unterscheiden. "Laika", so sagt er, "wird von den Russen als Kollektivbenennung gebraucht" und beschränkt sich keinesfalls auf eine einzelne Rasse. Strebel, der sich in Russland aufgehalten hat und dort Gelegenheit hatte, ein reichhaltiges Schädelmaterial zu besichtigen, teilt die Polarhunde, gleich wie Dr. Langkavel, in Abkömmlinge des kleinen Canis f. palustris R. und Abkömmlinge des großeren Canis f. Inostranzewi A. ein, gibt aber zu dass es sehr schwer sei, "eine reinliche Unterscheidung herbeizuführen". Er stützt in seiner Beschreibung der einzelnen Typen vor allem auf die Ausführungen des Herzogs der Abruzzen (1903), der für seine Polarexpedition 121 Hunde erworben hatte, die sich sowohl in Bezug auf Größe, Haarart und Haarfarbe voneinander unterschieden. Die Ostsibirischen Laiki beschreibt der Herzog als eher klein, die aus der Gegend des untern Ob dagegen größer ( bis 60 cm Schulterhöhe). In seiner Unterscheidung der verschiedenen Typen bezieht er sich auf einen Fürsten Andre Schirimsky-Schichmatof, der in seinen Zwingern viele Nordlandhunde hielt und folgende Typen unterschied.
Bei dem Fürsten konnte es sich aber bei den Hunden nicht um eigentliche Rassen handeln. Der am weitesten verbreitete Stamm sei der Wogulskaya-Stamm, dessen Bestand der Fürst Schirimsky-Schichmatof zu seiner Zeit auf 10 000 bis 25 000 Tiere schätzte; rund 1 Millionen, so schätzte der Fürst, würden alljährlich von den Chinesen aufgegessen. Zu Recht hat Althaus (1977) darauf hingewiesen, wie schwierig es gerade bei den nordischen Hunden ist, sie in Rassen zu klassifizieren, weil es sich bei ihnen vielfach um "im Naturzustand" befindliche autochthone Typen und Schläge der Ursprungsgebiete handelt, die unter mancherlei Lokalnamen und Trivialbezeichnungen bekannt sind. Als Klassifizierungskriterien kommen in Frage: ähnliches oder vergleichbares Ursprungsgebiet, ähnlicher Körperbau und ähnliches Haarkleid, ähnliche psychische Eigenschaften und ähnlicher Verwendungszweck im Ursprungsgebiet. Scharfe Trennungen von Schlittenhunden und Jagdhunden sind schwer, wenn es überhaupt möglich wäre. Es muß immer wieder betont werden, dass im Ursprungsgebiet der Zughund bei Bedarf sofort zum Jagdhund umfunktioniert werden kann und umgekehrt. Von den vielen verschiedenen Laikatypen hat die FCI bis heute deren drei als Rassen in ihr Register aufgenommen:
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