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Norwegischer
Elchhund - schwarz
Kleine Rasse mit uralten Vorfahren!
Der schwarze Elchhund ist bekannt als geschmeidiger und
aufmerksamer Hund, der sich leise und vorsichtig im Gelände bewegt. Der Hund
beobachtet ständig die Umgebung, welches seine allseits bezeugte Leistung als
Leithund ausmacht. Im Schatten der großen Nationalrasse - Norwegischer
Elchhund, grau - gibt es eine dunklere Variante, nämlich den Norwegischer
Elchhund, schwarz. Der schwarze Elchhund stellt zahlenmäßig eine bedeutend
kleinere Rasse dar als sein grau gefärbter Kollege.
Trotz der Tatsache, daß beide Rassen norwegischen Ursprung
haben sind sie nicht eng miteinander verwandt. Sehr weit zurück in der
Geschichte gibt es möglicherweise verwandtschaftliche Verbindungen, weil der
schwarze Elchhund auch von den historischen nordischen Spitzen abstammt.
In Schweden führt der schwarze Elchhund ein bescheidenes
Dasein. Die Rasse kommt doch in einzelnen Exemplaren vor und das vorzugsweise in
den Grenzgebieten zu Norwegen. Der Zuwachs der Rasse ist hier im Land gering.
Die Registrierungszahlen zeigen, daß dem Stamm des schwarzen Elchhundes jährlich
5-10 Welpen zugefügt worden sind. Im Jahr 1996 hat keine neue Registrierung
stattgefunden.
Auch in seiner Heimat Norwegen zeigt die Rasse einen
vorsichtigen Zuwachs. In letzer Zeit haben norwegischer Züchter jährlich ca.
150 Welpen registriert.
Auf Grund seiner Geschmeidigkeit, dem guten Vermögen
im Gelände voranzukommen und seinem ruhigen Temperament
ist der schwarze Elchhund für die Leithundjagd (Pirschjagd am langen
Riemen) geeignet. Der Hund ist seinem Führer folgsam und gerade diese
Eigenschaft ist die erste Voraussetzung für eine effektive Leithundjagd. Diese
Jagd wird auch „die leise Elchjagd“ genannt um sie von der häufigeren und
oftmals lauteren „Loshundjagd“ (Jagd mit Stöberhunden)
abzugrenzen.
Aus verschiedenen Gründen ist in Schweden die Ein- Mann
betonte Leithundjagd in das Hintertreffen geraten. Vor allem weil die
schwedische Elchjagd in der Regel im Rahmen einer Jagdmannschaft durchgeführt
wird. Wenige Jäger jagen mit Leithund und das ist vor allem der Grund warum es
immer weniger schwarze Elchhunde gibt.
In
der Rassebeschreibung des norwegischen Elchhundes , schwarz wird die Rasse vor
allem als ein „quadratischer, leichter Spitz mit guter Höhe. Schulterhöhe für
Rüden 45-50cm, für Hündinnen etwas weniger“ beschrieben.
Das
Bild zeigt den schwarzen Elchhund „Marco N31 998/92, Eigentümer Frits
Halvarsson, Malung /Norwegen. Marco hat zwei 1 Preise in der offenen Klasse bei
Ausstellungen.
Der Ursprung des schwarzen Elchhunds ist der Teil
Norwegens, der an den südlichsten Teil Norrlands grenzt. Die Rasse wurde von
den norwegischen Lappen gezüchtet und es besteht kein Zweifel daß der schwarze
Elchhund vor langer Zeit mit dem Lapphund verwandt war.
In früheren Zeiten wurde der schwarze Elchhund von den
Samen als „Allround- Hund“ eingesetzt. Der Hund bewachte die Rentiere und
war behilflich bei der Jagd. Von alten Quellen wissen wir das der schwarze
Elchhund eine große Hilfe bei der Bärenjagd
und erfolgreich als verbellender Vogelhund war.
Obwohl der schwarze Elchhund in jüngster Zeit vor allem
als Leithund bei der Elchjagd betrachtet wird, ist es wichtig anzumerken daß
viele Hunde auch als Loshunde einsetzbar sind. Die Rasse hat von Alters her den
Ruf mutig zu sein und gerade diese Eigenschaft ist wichtig für einen Stöberhund.
Im Idealfall kann der schwarzer Elchhund sowohl als
Leithund als auch Loshund funktionieren.
Dies hängt vom Geschick des Führers ab.
Die Rasse war am zahlreichsten am Ende des 19 Jahrhunderts
und am Beginn des 20 Jahrhunderts. Während dieser Periode hat auch der
Vormarsch des grauen Elchhundes stattgefunden, mit der Folge daß der schwarze
Elchhund unterlegen ist. Seitdem ist es ihm nie richtig gelungen den grauen
Elchhund zu überholen.
Der schwarze Elchhund hat ein freundliches und behagliches
Temperament. Dazu kommt noch ein schönes Erscheinungsbild und Körperbau, das
dazu geführt hat daß viele Hunde heute als Gesellschaftshunde gehalten werden.
Das ist keine gute Entwicklung, vor allem nicht
für die Zukunft der Rasse als Jagdhunderasse. Auf Dauer kann das
bedeuten daß die jagdlichen Eigenschaften der Rasse sich vermindern, oder ganz
verschwinden.
Ohne jeden Zweifel ist der schwarze Elchhund eine
Alternative für den Jäger, der einen Hund außerhalb der großen und
traditionellen Elchhundrassen sucht.
Der schwarze Elchhund kann zum Beispiel gut auf kleineren
Elchrevieren eingesetzt werden, wie sie oft in Südschweden vorkommen. Hier kann
er als Leithund oder Schweißhund von großem Nutzen sein.
Quelle: „Norsk älghund, svart – Liten ras med urgamla
anor“ aus der Monatszeitschrift „Hunden“,
SKK (Schwedischer Kennel Klub)
Text: Olof Backström, Übersetzung: Lise-Lott Schneider,
e-mail:
lise-lott@foni.net
Bilder: Quelle, Lise-Lott Schneider
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