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Schlittenhunde arbeiten im Team. Das ist notwendig, wenn es schwere Lasten zu befördern gilt. Das Hundeteam wird von einem Leithund angeführt. Der Leithund ist nicht unbedingt der Hund, der am schnellsten laufen und am kräftigsten ziehen kann. Intelligenz und schnelles Reaktionsvermögen zeichnen ihn aus. Für die Menschen in den arktischen Gebieten leisten die Schlittenhunde unentbehrliche Dienste. Wie sonst sollten Güter durch Schnee und Eis transportiert werden? In einigen Regionen der arktischen Gebiete hilft kein Fahrrad, kein Auto, kein Motorschlitten und bei Schneestürmen nicht einmal ein Hubschrauber, wenn Menschen von einem Ort zum anderen gelangen wollen. Ein Schlitten mit Hunden im Gespann kommt dagegen ans Ziel. Bei den Schlittenhunden gibt es einige Rassen und darüber hinaus viele Hunde, die man zwar gleich als Schlittenhund erkennen kann, die aber nicht zu einer bestimmten Rasse gehören. Die meisten Schlittenhunde weisen ein Reihe gemeinsamer äußerer Kennzeichnungen auf. Dazu gehören ein doppeltes Fell, das aus Unterwolle und Deckhaar besteht, und leicht schräg stehende Augen. Für ihre anstrengende Arbeit brauchen die Tiere gut ausgebildete Brustmuskeln. Die Schlittenhunde-Mischlinge" werden ebenso wie ihre reinrassigen Kollegen eingesetzt. Zu den Rassehunden unter den Kämpfern in Eis und Schnee zählen unter anderen der Grönlandhund, der Alaskan Malamute , der Samojede und der Siberian Husky. Schlittenhunde sind nicht sehr zimperlich. Das sagt man auch über die Einstellung des Siberian Husky zu seinem Futter. Er verschlingt auch Brocken, die andere Hunde nicht anrühren würden. Viel Schnee und Eis gibt es auch in mittel- und nordeuropäischen Gebirgen. Auch hier sind schon Schlittenhunde zum Einsatz gekommen. Ihre ursprüngliche Aufgabe war es dabei, Post, verschiedene Gegenstände und vor allem auch Nahrung auf abgelegene Bergstationen zu bringen. Später kam eine andere Aufgabe hinzu: Urlauber amüsierten sich bei Gletscherfahrten mit dem Hundeschlitten. Schlittenhunde werden nicht nur zu Transportzwecken im Alltag eingesetzt. Es hat sich darüber hinaus auch der Schlittenhundesport entwickelt. Er fand schon in früheren Jahrhunderten Anhänger bei den Eskimos. Wie in jeder Sportart üblich hat auch der Schlittenhundesport eine eigene Fachsprache entwickelt. Der Mensch der den Schlitten lenkt, (Musher) ruft den Hunden Kommandos zu. Für ein paar hundert Meter machen sich die vierbeinigen Sportler gar nicht erst auf den Weg. Ihre Rennstrecken sind ausgesprochen lang. Rennen in Mitteleuropa beginnen bei etwa fünf Kilometern. In Übersee sind die Strecken wesentlich länger. Als traditionell härtestes und längstes Rennen ist das von Anchorage in Kanada nach Nome in Alaska bekannt geworden. Die Strecke ist über 1000 Kilometer lang. Bei den Rennen werden die Hunde in unterschiedlicher Anordnung angespannt. Üblich sind drei Anordnungsweisen: Das Fächergespann, das Tandemgespann, und das sogenannte Doppel- oder Amerikanergespann. Jede Gespannart hat ihre besonderen Vor- und Nachteile in verschiedenen Geländeformen. Beim Fächergespann zieht jeder Hund an einer eigenen Leine. Die Hunde laufen nebeneinander her. Von ober aus der Luft betrachtet, sieht ein solches Gespann wie ein Fächer aus.Vorne sind die Schlittenhunde, und ihre Zugleinen gehen in der Mitte beim Schlitten zusammen. Bei Tandemgespann hat dagegen nicht jeder Hund seine eigene Zugleine. Vielmehr laufen alle Hunde Zwischen zwei Zugleinen hintereinander her. Die Zugleinen sind bei jedem Hund am Geschirr befestigt. Bei der Dritten Variante, dem Doppel- oder Amerikanergespann, laufen jeweils zwei Hunde nebeneinander. Ein Hund läuft links, einer rechts von der Zugleine. Jeder Hund hat an seinem Geschirr einen Zugstrang, der nach hinten mit der großen Zugleine verbunden ist. Außerdem werden die Hunde bei dieser Gespannart durch eine weitere Leine an der großen Zugleine gehalten. Sie wird am Hundehalsband befestigt. Vorneweg läuft in der Regel noch ein einzelner Leithund. Diese Gespannart erfreut sich großer Beliebtheit, weil die Hunde sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen.
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