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Der nördliche Ural und Westsibirien sind die Heimat dieser Hunde. Er ist
aus zwei Hundetypen entstanden, dem Mansijskaja der etwas leichter gebaut war
und einen nur wenig ausgeprägten Stop, einen längeren Fang und ein schlichtes
Haarkleid ohne Kragen hatte, und dem Chantejskaja der vom kräftigeren Körperbau,
einen breiteren Kopf mit kürzerem Fang und ein üppiges Fell mit auffallendem
Kragen hatte. Die Laika war Helfer von einfachen Nomaden und diente ausschließlich
als Jagd,-und Zughund und Wächter. Die durch den Geologen Inostrantsen
vorgenommenen Ausgrabungen aus der Steinzeit deuten aufgrund der Knochenfunde
schon auf den Laikatyp hin. Durch die Wikinger verbreiteten sie sich über
Nordeuropa wobei sich Übereinstimmungen der Laiki mit den skandinavischen
Rassen erkennen lassen. Ausgrabungen und Erzählungen von Forschern gaben
Aufschluß darüber, welcher Hundetyp für welche Aufgaben in den jeweiligen
Gebieten eingesetzt wurde. In sein Aufgabengebiet fällt die Jagd von Zobel, Bär,
Ente, Eichhörnchen, Elch, der Transport des erlegten Wildes mit dem Schlitten,
der Schlittenhundesport und Expeditionen. Weil der westsibirische Laika sehr
intelligent und mutig ist, kommt er auch als Militärhund, Minensucher, Sanitäts-,
Lawinen- und Rettungshund und Wach- bzw. Schutzhund zum Einsatz. Er besitzt
einen ausgezeichneten Orientierungssinn, ist sehr beweglich und gewandt. Er ist
bei Jägern sehr beliebt. Nicht nur im Ural und Westsibirien, sondern auch in
Weißrußland, der Ukraine, den Baltischen Republiken usw. Er kann sich
unterschiedlichen klimatischen Bedingungen gut anpassen.
Größe, Körperbau
Die Hündinnen werden 50-58 cm groß und 18-22 kg schwer. Die Rüden
werden 52-60 cm groß und 20-24 kg schwer. Der westsibirische Laika ist ein
wohlproportionierter muskulöser Hund im leichten Rechteckformat und soll den
Eindruck von Lebendigkeit, Robustheit und Tempo vermitteln. Der Kopf ist
trocken, lang und keilförmig. Er hat hoch angesetzte Stehohren. Die Ringelrute
trägt er über den Rücken oder der Keule.
Fell
Der Laika hat den charakteristischen Doppelmantel aus dichtem, groben
Deckhaar und reichlich weicher Unterwolle. Am Hals, Widerrist und Schultern
bildet das Fell einen prachtvollen Kragen, während es am Körper mittellang, an
Kopf und Gliedmaßen kurz ist. Die Farben sind weiß, grau, rot, braun und
wolfsgrau in allen Schattierungen. Der Hund kann gefleckt oder gescheckt
gezeichnet sein. Abzeichen sind nebensächlich.
Charakter/Temperament
Als Naturrasse besitzt der westsibirische Laika ein intaktes
Meuteverhalten. Daher ist die Gesellschaft von anderen Hunden und die des
Menschen sehr wichtig Er ist besonders rücksichtsvoll im Umgang mit Kindern,
anhänglich, temperamentvoll, treu, verspielt und gelehrig. Er verfügt über
eine gehörige Portion Jagdlust, arbeitet selbständig und kennt kein
Kadavergehorsam. Er benötigt ausgesprochen viel Bewegung und Ersatzbeschäftigung
bei nicht jagdlicher Führung.
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